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Parasiten, Würmer und Schwermetalle

Dort, wo die Sonne nicht hinscheint, wuselt ein Mikrokosmos

Eine ganze Menge unterschiedlicher Parasiten bevorzugen den Menschen als Wirt. Würmer (wie beispielsweise Madenwürmer oder Ascariden),  Einzeller (wie Amöben beispielsweise) sowie Blutsauger (z. B. Leberegel, Pärchenegel) . Cestoden (Bandwürmer) und Nematoden (Fadenwürmer) nennt man die Parasiten, die sich überwiegend im Darm aufhalten. Sobald sich diese Parasiten einmal im Darm eingenistet haben, vermehren sie sich rasant. Gewiss sterben auch manche nach einer gewissen Zeit ab, doch nimmt die Menge an eingenisteten Würmen permanent zu, und irgendwann ist das Immunsystem überfordert. Dies zeigt sich oft in Verdauungsbeschwerden. Durchfälle, Blähungen oder Völlegefühl sind in diesem Zusammenhang typisch. Viele Parasiten leben im Dickdarm, dort, wo der Abfall lagert. Davon ernähren sie sich, und lieben eine träge Verdauung, denn dann haben sie länger etwas zu schmausen. Die Verdauung in Schwung zu bringen, den Darm zu reinigen, entzieht also diesen Mitbewohnern die gemütliche Brut- und Futterstätte.

Auch Würmer müssen mal Pipi und Kaka machen, doch leider haben wir in unserem Inneren keine sanitären Anlagen für sie gebaut. Also ist der Mensch Restaurant und Toilette gleichzeitig für die Parasiten. Was Parasiten und vor allem Würmer ausscheiden, ist toxisch für den Wirt, vor allem im Hinblick darauf, dass Würmer Schwermetalle verdauen, die dann verdaut, also beispielsweise als organisches Quecksilber, ihren Weg zurück in unseren Stoffwechsel finden. Dies kann im schlimmsten Falle das Nervensystem schädigen.

Im Verdauungssystem werden natürlich lebensnotwendige Nährstoffe umgesetzt. Die Parasiten tun sich daran gütlich, und ihr Wirt kriegt sozusagen gerade noch die Brotkrumen.

Die Symptomatik eines Parasitenbefalls kann jedoch sehr diffus sein.

Es gibt Hunderte verschiedener Parasiten, von gaaanz klein (z.B. Amöben, mikroskopisch klein), bis seeehr groß (z. B. Bandwurm, bis zu mehrere Meter lang).

Parasiten heißen trotzdem ein wenig zu Unrecht so, denn sie sind mehr als nur Schmarotzer. Ein kerngesunder Mensch wird nicht von ihnen bewohnt, sondern eher Menschen, die toxisch belastet sind, die allgemein „schwächeln“ oder deren Verdauungstrakt nicht in Ordnung ist. Der ausschlaggebendste Faktor ist gewiss der Mangel an Magensäften, an Magensäure.

Aus der Erfahrung wissen wir, dass viele Menschen, und vor allem die, die über Sodbrennen klagen, einen Salzsäuremangel, bzw. einen Mangel an Verdauungssäften haben.

Wenn also der Magensaft sauer genug war, sorgt in der Folge die Gallenflüssigkeit, die übrigens in den Gallegängen der Leber produziert wird, für die innerliche Parasitenabwehr: Eier, Larven und Würmer, egal in welchem Stadium, haben gegen die bittere Galle wenig  Chancen. Die Gallenflüssigkeit mit den Gallensäuren und der optimalerweise stark basische Bauchspeichel neutralisieren den sauren Speisebrei des Magens (wo bereits einiges, das aus Proteinen besteht, in der Säure des Magens dahinscheidet… ,) und eliminieren in einem gesunden Umfeld damit auch Parasiten und deren Eier und Larven.

Diesen Optimalzustand kann so mancher nicht bieten. Und so ist der Magen nicht sauer genug, Parasiten und auch schädliche Keime abzuwehren, der Bauchspeichel nicht basisch genug, und all dies führt im weiteren Verlauf zu Verdauungsstörungen, der Entwicklung von Fäulnis und Bildung von Ammoniak haltigen Fäulnisgasen…. Ein Mekka für Parasiten.

 

Einige Parasiten verdauen Schwermetalle und beherbergen diese. So richten die toxischen Metalle im Menschen für einen gewissen Zeitraum weniger Schaden an. Dafür muss der Wirt seine Nahrung mit dem Parasiten teilen. Aber auch die Exkremente der Parasiten gelangen in den Organismus, und diese sind es oft, die die größeren Probleme verursachen.

Jeder Mensch hat heutzutage auch eine gewisse Menge an Schwermetallen im Körper, vornehmlich im Darm durch die orale Aufnahme, für die im Körper mangels Ausscheidungsfähigkeit ein Endlager oder die Chance der geringstmöglichen Schädigung gesucht wird. Gern genommene „Zwischenlager“ sind dabei Candidapilze, Parasiten oder Borrelien.

Die meisten Menschen haben Stress, unterschiedlich geartet, aber Dauerstress schadet.

Vor allem schwächt Stress das Verdauungssystem, führt zu entzündlichen Veränderungen an der Darmschleimhaut und zu dem heutzutage sehr verbreiteten „Leaky Gut Syndrom“, dem „löchrigen, undichten Darm“.

Gluten, Milchprodukte und andere artfremde Nahrung tun ihr Übriges. Der Mangel an basischem Natriumbicarbonat lässt die Bauchspeicheldrüse förmlich „austrocknen“. Da Natriumbicarbonat in großer Menge benötigt wird, um das Blut zu puffern, bei Stress aber massiv dort Säuren anfallen, bleibt sozusagen für die Bauchspeicheldrüse nur das, was dem Blute abgerungen werden kann bei Dauerstress.

Die im Verdauungssystem in Reihe geschalteten Abwehrmechanismen scheitern als Blockade für die Parasitenstadien, und somit beherbergen tatsächlich viele Menschen Parasiten. Auch und vor allem in den ach so zivilisierten Ländern, weil hier die Nase gerne hoch getragen wird, denn sowas „Schmutziges“ gibt es höchstens in Drittweltländern… mit dem Unterschied: dort ist man sich der Parasitenproblematik bewusst, hierzulande steht man tatenlos drüber…

Tierhalter, deren Gesundheit nicht top ist, die vielleicht schon eine oder mehrere Antibiosen oder Impfungen hinter sich haben, sollten tatsächlich regelmäßig nicht nur ihre Tiere, sondern auch sich selbst entwurmen. Als Sippenerscheinung tragen Familienmitglieder (was alle im Haushalt lebenden Wesen betrifft) häufig eine sehr ähnliche Keimbesiedelung oder auch Parasitenbesiedelung.

Das ist gar keine große Kunst, wenn wir wissen, dass Parasiten bestimmte Bitterstoffe überhaupt nicht mögen, bzw. diese Bitterstoffe die Verdauungssäfte so zum Fließen bringen, dass auch die körpereigene Parasitenabwehr wieder aktiviert wird. Eine regelmäßige Kuranwendung von Bitterkräutern, deren wurmtreibende Wirkung durch eine lange Tradition bekannt ist, erscheint in diesem Zusammenhang als sinnvoll, da der Nutzen vielseitig ist. Ob als Anregung der Verdauungssäfte, der Prophylaxe, als Pflege der Verdauungsorgane, oder um bereits eingenistete Parasiten loszuwerden….

Symptome bei Parasitenbefall

Parasiten können Durchfälle und Malabsorption (Verdauungsschwäche) verursachen. Wir sollten allerdings im Blick haben, dass die Symptome von Parasitenbefall denen anderer gesundheitlicher Störungen sehr ähnlich sein können oder aber asymptomatisch verlaufen, das heißt gar keine erkennbaren oder identifizierbaren Symptome zeigen.

Bezeichnend allerdings für einen Parasitenbefall ist, dass Symptome so plötzlich verschwinden, wie sie aufgetreten sind, und nach einer Weile in relativ regelmäßigen Abständen wieder eintreten. Die regelmäßigen Wiederholungen sind bedingt durch Wachstums- und Vermehrungszyklen der Parasiten.  Wenn sie Symptome verursachen, dann gibt es eine breite Palette. Dazu gehören:

 

  • Durchfall ODER Verstopfung, auch abwechselnd
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsbeschwerden (Gasbildung, Blähungen, Krämpfe)
  • Ständiger Hunger auf fettige und süße Speisen, permanentes Verlangen nach viel Kohlenhydraten und Brot, Früchten, Fruchtsäften oder Alkohol
  • mehr als die normalen Tagesportionen essen und sich immer noch hungrig fühlen
  • Blähungen, Blähbauch, die immer mal wieder auftauchen aber nie ganz verschwinden
  • Magenbrennen
  • Reizdarm-Syndrom
  • Nahrungsmittelallergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Übelkeit
  • Schwierigkeiten in der Gewichtsab- oder zunahme
  • Hautprobleme
  • Nesselsucht, Hautausschläge, nässende Ekzeme, juckende Hautentzündungen
  • Akne, (eitrige) Geschwüre, Blasen, Wundliegen, Entzündungen oder Geschwülste
  • allergische Reaktionen mit keiner erkennbaren Ursache
  • Juckreiz in den Ohren, Nase und im Bereich des Anus
  • Candida-Pilzinfektionen, die immer wieder auftauchen
  • Infektneigung, ständig bakterielle und virale Infektionen
  • geschwächtes Immunsysten, ständiger Husten und Erkältungen
  • Allergien
  • Überempfindlichkeit gegenüber Chemikalien
  • Chronische Erschöpfung, Fatigue
  • Lethargie, chronische Müdigkeit
  • Herzrasen, Herzschmerzen
  • Depression
  • Gereiztheit/Nervosität
  • Vergesslichkeit, Konzentrationsmangel, geistige Verwirrung
  • Brainfog
  • Schlafstörungen, nächtliches Analjucken
  • Nächtliches Zähneknirschen  und Sabbern während des Schlafens
  • Unruhe
  • Schlaflosigkeit, mehrmaliges Aufwachen während der Nacht (besonders zwischen 2 und 3 Uhr
  • Kiefergelenkssyndrom (TMJ)
  • Anämie  (Eisen- und Vitamin B12-Mangel)
  • Muskelkrämpfe
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Arthritis ähnliche Symptome – Rücken-, Schulter- und Oberschenkelschmerzen
  • Granuloma (tumorähnliche Gebilde am Körper, die tote Larven oder Parasiten einkapseln)
  • Chronische Sinusitis
  • dunkle Augenringe
  • Prostatitis
  • Schmerz im Nabel, Bauchdeckenspannung um den Nabel
  • Bettnässen

An der Vielfältigkeit der möglichen Symptome kann man sehen, wie schwierig das Erkennen der Problematik sein kann. Daher kommt der Vorsorge und Darmpflege eine große Bedeutung zu.

Parasiten können jedes Gewebe im Körper betreffen. Störungen wie Arthritis, multiple Sklerose, Blinddarmentzündung, sowohl Übergewicht als auch Untergewicht, Krebs und Epilepsie etc. sind mit Parasiten in Verbindung gebracht worden. Weil sie über das Blut zu jedem Organ kommen können, können Parasiten auch an „entlegenen“ Orten sich häuslich niederlassen und Probleme verursachen, die häufig nicht mit Parasiten in Verbindung gebracht werden. Das kann auf eine falsche oder unvollständige Diagnose hinauslaufen, zumal die Untersuchungen, die von Stuhllabors angeboten werden können, unsicher sind, und dazu nur einen winzigen Bruchteil der möglichen Parasiten überhaupt abdecken.

So bleibt die Diagnose eines Parasitenbefalls meist eine Verdachtsdiagnose, wenn die Möglichkeit eines Parasitenbefalls überhaupt in Betracht gezogen wird. Viele Ärzte und Kliniker sind auf dem Parasitenohr taub. Daher ist –wie so oft- die Eigeninitiative der gangbarere Weg.

Die Abfallstoffe, die Parasiten ausscheiden, sind das eigentliche Problem. Diese Abfallprodukte vergiften den Körper und überlasten die Ausscheidungsorgane. Die Verarbeitung und Entsorgung dieser Abfälle belastet auch das Immunsystem. Immunologisch zeigt sich dies manchmal als Histaminreaktion. Dies kann vom Heuschnupfen über Migräne bis zur Histaminintoleranz alles Mögliche abbilden.

Was begünstigt einen Parasitenbefall?

Ernährungsmangel, egal, wie dieser geartet ist (Fast Food ist auch Ernährungsmangel!), scheint Parasitenbefall zu fördern. Die Nahrung und deren Qualität haben großen Einfluss auf die innere Umgebung (das Terrain). Dies entscheidet, ob Parasiten entschärft und ausgeschieden werden oder sich häuslich niederlassen. Parasiten können durch den Mund (über die Nahrung), durch die Nase (eingeatmet) oder durch die Haut (auch über die Fußsohlen) in den Körper gelangen. Sie können über Insekten als Vektoren (Überträger)  übertragen werden. Infektionsquellen für Parasiten sind beispielsweise:

  • Verseuchter Boden
  • Verseuchte Früchte und Gemüse
  • Rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch
  • Haustiere
  • Stechmücken
  • Zecken
  • Bremsen
  • Ratten
  • Fäkalien von Tieren
  • Kontakt mit menschlichen Fäkalien (beispielsweise in Kindertagesstätten)
  • Verunreinigtes Wasser / Leitungswasser
  • Engerer Kontakt mit jemandem, der Parasiten hat

Ein anderer Faktor, der zu dem steigenden Parasitenbefall beiträgt, ist der weit verbreitete Gebrauch von Medikamenten, die unser Immunsystem unterdrücken oder empfindlich stören, wie beispielsweise Kortisonbehandlungen, die Immunreaktionen unterdrücken, oder Antirheumatika, die ebenfalls immunsuppressiv und dazu noch Leber und Nieren schädigende Auswirkungen haben. Aber auch Antibiotika schwächen das Immunsystem, indem sie nicht nur die gesunde Darmflora zerstören, sondern Mitochondrien abtöten. Paracetamol, als Fiebersenker verwendet, unterbindet die heilende Immunreaktion Fieber, was dramatische Auswirkungen auf das Immungeschehen hat. Außerdem schädigt es die Leber, was bei Kleinkindern sogar tödlich ausgehen kann.

Obwohl viele Faktoren zum Parasiten-Problem beitragen, ist das innere Terrain bei weitem der wichtigste Faktor – ein verschmutzter Dickdarm mit alten Fäkalienablagerungen ist das Ergebnis eines ungesunden Lebensstils und einer unausgewogenen Bakterienbesiedelung im Darm. Sobald das ideale Verhältnis im Mikrobiom des Darms gestört ist, schafft die daraus resultierende Unausgewogenheit eine für die Parasiten einladende Umgebung. Folgende Faktoren spielen mit:

  • Antibiotika
  • Raffinierte Kohlenhydrate/Zucker
  • Medikamente mit hormoneller Wirkung z. B. Kontrazeptiva oder Prednisolon/Kortison
  • Strahlentherapie und Röntgenaufnahmen
  • Gechlortes Wasser und ungefiltertes Wasser aus dem Wasserhahn
  • Stress, vor allem chronischer Stress
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Umweltverschmutzung
  • Schlechte Verdauung und Entgiftungsstörungen
  • Quecksilbervergiftung (oft durch Amalgamfüllungen in den Zähnen)
  • Aluminiumbelastung  (Luft, Regenwasser, Pflanzen aus dem Freiland, Kaffeekapseln…)

Diese Faktoren können auch Grundlage sein für das Wachstum des Hefepilzes Candida albicans. Deshalb treten Candida und Parasiten oft zusammen in Erscheinung.

Prävention in der Lebensführung ist gewiss eine kluge Entscheidung, um von vornherein gut gegen Parasiten gewappnet zu sein, und um den Körper zu reinigen und gesund zu erhalten. Regelmäßige Darmreinigungen, Kuren mit Bitterkräutern und Hygiene können viel Ungemach ersparen…

Lily Talberg

 

 

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